Marktberichte

KUPFER

letztes update: 30.10.2014 

 

Kupfer: HIGH: 6835 LOW: 6770 Close: 6815  

Unterstützung: 6735/6720 Widerstand: 6780 Back 79 

 

Kupfer schlägt in den letzten Tagen unglaubliche Haken. Nachdem z. B. gestern im Vorfeld der US-Notenbanksitzung rein technisch getrieben die Notierungen über $6.800 stiegen, rutschten die Industriemetalle nach Beendigung dieser Sitzung umgehend ab. Mitgetragen durch einen schwächeren Dollar handelt Kupfer seither wieder unter $6.750. Wie angekündigt, stellt die US-Notenbank ihr Anleihenankaufprogramm zum Monatsende ein. Damit findet der seit gut zwei Jahren andauernde zusätzliche Liquiditätszufluss durch die Fed ein Ende. Gleichzeitig äußerten sich die Notenbänker leicht optimistischer in ihrer Einschätzung zur Arbeitsmarktlage. Die wiederholte Aussage, dass dennoch bis auf weiteres das Niedrigzinsniveau beibehalten wird, wurde am Markt darum nur beiläufig aufgenommen. Vielmehr eröffnete die verbesserte Arbeitsmarkteinschätzung Raum für eine baldige Zinserhöhung. Heute stehen die vorläufigen US-Wachstumszahlen für das dritte Quartal 2014 auf der Agenda. Sollten diese die Erwartungen übertreffen, könnte das Thema US-Zinserhöhung weitere Spekulationen anstoßen. 

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,2770 LOW: 1,2629  

 

Mit der Entscheidung der US-Notenbank musste der Euro wieder Federn lassen und bewegt sich nun unter $1,2600. Damit nimmt die Gemeinschaftswährung wieder ein Niveau ein, das eher dem Marktgefühl entspricht. Denn die unterschiedliche konjunkturelle Entwicklung in Europa gegenüber der in den USA sowie entsprechend die voneinander abweichende geldpolitische Ausrichtung hatten zuletzt den Euro massiv unter Druck gesetzt. Prognosen über einen Wechselkurs bei $1,2000, womöglich auch in Richtung Parität waren stark vertreten. Die dann einsetzende Gegenbewegung bis über $1,2800 war womöglich nur eine technische Verschnaufpause. Denn Argumente für einen festeren Euro waren schwer zu finden. Sogar die Ergebnisse des von der EZB durchgeführten Bankenstresstestes konnten nur auf den ersten Blick positiv für den Euro ausgelegt werden. Die Kapitallücken der geprüften Banken fielen demnach zwar geringer aus als noch 2013 und wurden als Hinweis auf eine Entspannung am Kreditmakrt gewertet. Doch nicht das nunmehr komfortablere Kreditangebot, sondern die aus konjunkturellen Gründen geringe Kreditnachfrage in Europa ist derzeit die Achillesferse. Und ohne einen konjunkturellen Aufschwung wird schwerlich die Inflation anziehen, so dass weitere Lockerungsmaßnahmen der EZB jetzt noch wahrscheinlicher werden. 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)