Marktberichte

KUPFER

letztes update: 29.01.2015 

 

Kupfer: HIGH: 5510 LOW: 5411 Close: 5484  

Unterstützung: 5340 Widerstand: 5600 Back 30 

 

In relativ engen Bahnen handelt Kupfer zwischen $5.500 und $5.400. Damit bewegt sich der Markt nach den letzten Kursrückschlägen vorerst seitwärts. Allerdings scheint der Druck auf der Unterseite höher zu sein. Zum einen belastet der schwächere Euro, der Investitionen in die in Dollar notierten Rohstoffe unattraktiver macht. Dann werden aktuelle Meldungen aus China verhalten aufgenommen. Demnach soll auf dem im März stattfindenden Jahreskongress der politischen Führung ein Wachstumziel 2015 von nur noch 7,0% beschlossen werden. Das Inflationsziel soll ebenso auf 3,0% herabgesetzt werden. Eine niedrigere Zielsetzung erfordert von Regierungsseite bei Abweichungen nach unten nicht ein sofortiges fiskal- und geldpolitisches Gegenlenken, worauf zuletzt immer weider gesetzt wurde. Zum anderen nehmen gegenwärtig die Bestände in den Lagerhäusern der LME zu; ein Indikator für eine geringere Nachfrage. 

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,1383 LOW: 1,1274  

 

Gestern tagte die US-Notenbank ohne Pressekonferenz. In dem anschließend herausgegebenen Kommuniqué fand sich keine Änderung zu den Dezember-Beschlüssen. Lediglich die Inflationsentwicklung wurde aufgrund der sinkenden Energiekosten nach unten gesetzt. Eine baldige Zinsanhebung in den USA wird damit erst einmal nicht zu einem öffentlichen Thema. Der Dollar konnte darauf wieder etwas Fahrt aufnehmen, die Gemeinschaftswährung notiert erneut unter $1,1300. Womöglich irritiert auch die Entwicklung in Griechenland den Euro. Die Regierungsbildung erfolgte nach den Wahlen ungewöhnlich schnell. 2012 benötigten die Hellenen dazu mehrere Anläufe. Die neue Regierung tritt nun selbstbewusst ihren Geldgebern gegenüber, um das ambitionierte Regierungsprogramm umsetzen zu können. Selbst ein Pakt mit Russland scheint zur Zielerreichung nicht unmöglich zu sein.  

Heute stehen Inflationszahlen aus Deutschland an, die einen Vorgeschmack für die Preisentwicklung in der Eurozone geben können. Eine erneut geringere Preisentwicklung wird aber nur die letzte Entscheidung der EZB unterstützen, nicht zu neuen Maßnahmen führen.  

 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)