Marktberichte
KUPFER
letztes Update: 09.03.2010
Kupfer: HIGH: 7620 LOW: 7470 Close: 7470
Unterstützung: 7055 Widerstand: 7634 Contango: 30,8
Kupfer profitierte zu Wochenbeginn weiter von den positiven Konjunkturdaten aus den USA. Im Februar wurden in den USA nur 36.000 statt der erwarteten 65.000 Stellen abgebaut. Die Arbeitslosenquote stagnierte bei 9,7%. Wegen der Schneestürme im mittleren Westen und an der Ostküste hätte auch ein über den Erwartungen liegender Stellenabbau nicht überrascht. Die erfreuliche Entwicklung ist voraussichtlich der anstehenden Volkszählung in den USA geschuldet. Hierfür werden befristet Stellen in sechsstelliger Höhe geschaffen. Ob sich der Arbeitsmarkt in den USA auch nachhaltig erholt hat, wird sich darum erst im Sommer nach der Volkszählung zeigen. Nach den Meldungen über ein Nachbeben in Chile weckten auch die US-Konjunkturdaten spekulatives Kaufinteresse, das Kupfer zeitweilig über die Linie bei $7600 trieb. Unterstützt wurde das Engagement der Spekulanten durch den Abbau der Börsenbestände in Shanghai und London. Allein an der LME reduzierten sich die Bestände seit Anfang letzter Woche um insgesamt 12.375t. Die stark gestiegene Zahl der zur Auslagerung vorgesehenen "cancelled warrants" lässt weitere Bestandsabnahmen erwarten. Heute Morgen notiert Kupfer wieder leicht schwächer über $7400. Im Vorfeld der morgen anstehenden Importdaten aus China werden Gewinne mitgenommen, denn für Februar wird mit stagnierenden oder fallenden Einfuhren gerechnet. Die nächste wichtige Unterstützung liegt am 10-Tagesdurchschnitt bei $7380.
Kupfer (in US Dollar/Tonne)
DOLLAR / EURO
HIGH: 1,3704 LOW: 1,3604
Konjunkturdaten aus den USA lassen den Devisenmarkt nahezu unbeeindruckt. Vielmehr sorgt die Entwicklung in Europa weiter für Zündstoff. Der Besuch des griechischen Ministerpräsidenten am vergangenen Freitag in Deutschland verlief für die Kapitalmärkte enttäuschend, da sich Angela Merkel nicht zu Hilfsmaßnahmen äußerte. Die Kanzlerin legte vielmehr ihr Augenmerk auf strengere Regeln für spekulative Finanzinstrumente. Nicolas Sarkozy stellte hingegen mehr Hilfsbereitschaft in Aussicht. Auch die derzeitige Diskussion um einen EU-Währungsfonds wird am Markt als Willen zur Solidarität Europas angesehen. Da Details zu einem solchen Fond noch fehlen, werden die Debatten darüber nicht abreißen, zumal Kritiker aus dem hochrangigen Kreis der EZB kommen. Solange die Währungsunion nicht auf breiter Front in Frage gestellt wird, wird der Euro seine gegenwärtige Lage zwischen $1,3600 und $1,3700 verteidigen können. Die jüngsten Konjunkturdaten aus Deutschland konnten dieses Niveau stützen. Sowohl die Industrieproduktion (+0,6%) als auch die Auftragseingänge (+4,3%) fielen positiv aus. Insbesondere bei den Auftragseingängen überraschte, dass die Inlandsnachfrage der Wachstumsträger war.



