Marktberichte

KUPFER

letztes update: 30.04.2015 

 

Kupfer: HIGH: 6150 LOW: 6055,5 Close: 6145  

Unterstützung: 6050 Widerstand: 6150/6175 Back 16 

 

Die zuletzt veröffentlichten Konjunkturzahlen aus den USA fielen enttäuschend aus. Das US-Konsumentenvertrauen blieb im April mit 95,2 Punkten zwar auf einem relativ hohen Niveau. Doch der Rückgang im Monatsvergleich um 6,2 Punkte resultierte insbesondere aus einer weniger optimistischen Lageeinschätzung und einer schlechteren Perspektive der Konsumenten am Arbeitsmarkt. Überraschend fiel auch das US-Wachstum im ersten Quartal 2015 auf einen geringen Zuwachs von nur noch +0,2% auf Jahresbasis; erwartet war ein Zuwachs von 1,0%. Nicht nur Unternehmensinvestitionen (-3,4%), sondern auch Exporte (-7,2%) gaben deutlich nach. Trotz dieser schwächeren Konjunkturentwicklung in einer Volkswirtschaft mit dem weltweit zweitgrößten Kupferbedarf gab Kupfer nicht nach. Vielmehr stiegen die Notierungen im heutigen Handel sogar über $6.200 an. Zu diesem Anstieg hat sicherlich der festere Euro und der Ausgang der gestrigen Fed-Sitzung beigetragen, aus der ein baldiger Zinsanstieg nicht abzuleiten war. Aber auch ein Blick auf die gegenwärtigen spekulativen Nettolongpositionen erklärt den festen Kupfermarkt. Spekulative Anleger sind long und anscheinend nicht bereit, auf dem gegenwärtigen Kursniveau diese Poisitionen aufzugeben. Stattdessen wird der Markt künstlich hochgehalten. 

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,1187 LOW: 1,0958  

 

Die US-Notenbanksitzung hat gestern dem Dollar einen leichten Stoß versetzt, so dass der Euro wichtige Chartmarken überwinden konnte und mittlerweile um $1,1200 handelt. Im Grunde hat die Fed in ihrem Statement keine neuen geldpolitischen Erkentnisse veröffentlicht. Lediglich jeder Hinweis darauf, wie lange das Niedrigzinsniveau beibehalten wird (forward guidance), wurde aus dem Kommuniqué gestrichen. Somit ist die Fed in ihrer Wahl, wann eine Zinsanhebung erfolgen könnte, offen. Sie wird sich aber in ihrer Entscheidungsfindung durch die Entwicklung am Arbeitsmarkt und der Preisstabilität leiten lassen, so dass insbesondere diese Daten an den Märkten mit Spannung erwartet werden. Spätestens mit dem ersten Indiz für eine Zinsanhebung wird der Dollar wieder an Stärke gewinnen. 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)