Marktberichte

KUPFER

letztes update: 16.09.2014 

 

Kupfer: HIGH: 6832,5 LOW: 6790 Close: 6820  

Unterstützung: 6775/6810 Widerstand: 6865/6881 Back: 29,5 

 

Enttäuschende Konjunkturzahlen aus China belasten auch zum Wochenauftakt die Notierungen. Die Industrieproduktion in China wuchs im vergangenen Monat um 6,9% im Jahresvergleich; die Produktionssteigerung des Vormonats lag noch bei 9,0%. Der Einzelhandel legte um 11,9% zu; im Vormonat konnte noch ein Zuwachs von 12,2% erzielt werden. Investitionen in Sachanlagen nahmen um 16,5% zu, im Vormonat noch um 17,0%. Kupfer berührte gestern erneut die bereits in der letzten Woche getestete Unterstützung bei $6.770. Im Vorfeld der heute und morgen stattfindenden US-Notenbanksitzung blieben weitere Kursrückschläge aber aus. Nachdem die EZB zuletzt mit einer aggressiven Lockerung ihrer Geldpolitik überraschte, erwartet der Markt nun von Seiten der Fed eine Stellungnahme zum weiteren Fortgang ihrer geldpolitischen Ausrichtung. Wenn die Fed wie bisher ihr Ankaufprogramm um 10 Mrd. USD monatlich reduzieren wird, dürfte das sogenannte Tapering im Oktober abgeschlossen sein. Dann wird der Fokus auf den Zeitpunkt einer möglichen Leitzinserhöhung in den USA gerichtet werden. Die US-Konjunkturdaten überraschten letzte Woche auf der positiven Seite. U. a. stiegen die US-Einzelhandelsumsätze im August (+0,6%) und das Konsumentenvertrauen im September (84,6 Punkte) stärker als erwartet. Da 70% des amerikanischen BIPs auf den privaten Konsum entfallen, setzten diese Zahlen ein überaus positives Signal für die US-Konjunkturerholung. Am Markt wurde eine erste mögliche Zinserhöhung zu Beginn 2015 diskutiert. Doch dann fielen gestern aktuelle Zahlen weniger erfreulich aus. Die US-Industrieproduktion sank im August um -0,1%, die Kapazitätsauslastung lag mit 78,8% ebenfalls hinter dem Vormonatswert. Zeitgleich senkte die OECD ihre US-Wachstumsprognose 2014 von zuvor 2,6% auf 2,1%. Damit ist der Ausgang der Notenbanksitzung wieder ungewiss.  

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,2980 LOW: 1,2907  

 

Der Euro ist seit der EZB-Sitzung angeschlagen. Dennoch kann er sich um $1,2950 halten. Einer klaren Kursentwicklung steht noch der Ausgang der US-Notenbanksitzung entgegen. Eine weitere Abkehr von der ultraexpansiven Geldpolitik der letzten Jahre dürfte den Dollar weiter stärken. Zumal der Euro durch weitere expansive Maßnahmen der EZB ebenfalls Federn lassen dürfte. Die heute Morgen in Deutschland vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) veröffentlichten Stimmungsindikatoren zeigen keine Stimmungsaufhellung in der stärksten Volkswirtschaft der Eurozone. Die befragten Finanzmarktexperten bewerten sowohl die aktuelle Lage (25,4 Punkte) als auch die Konjunkturerwartungen (6,9 Punkte) schwächer als im Vormonat. ZEW-Präsident Prof. Dr. Clemens Fuest kommentiert: "Der Abwärtstrend bei den ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland hat sich deutlich verlangsamt. Doch noch immer ist das wirtschaftliche Umfeld von großer Unsicherheit geprägt. So besteht das Risiko einer Sanktionsspirale mit Russland fort und die Konjunktur der Eurozone entwickelt sich weiterhin enttäuschend. Zu guter Letzt ist schwer abzuschätzen, wie sich eine Abspaltung Schottlands auswirken würde. 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)