Marktberichte

KUPFER

letztes Update: 02.09.2010 

 

Kupfer: HIGH: 7647 LOW: 7415 Close: 7606  

Unterstützung: 7500 Widerstand: 7635 Contango: 10,3 

 

Die Stimmungsindikatoren aus dem Verarbeitenden Gewerbe konnten gestern auf breiter Front überzeugen. In der Eurozone gab der Einkaufsmanagerindex für den Monat August zwar gegenüber dem Vormonat leicht nach, doch mit 55,1 Punkten liegt er weiterhin im expansiven Bereich. In China erfreute sowohl die von offizieller Seite als auch von der Bank HSBC gemessene Lage im Industriesektor. Während der offizielle Index im August um 0,5 auf 51,7 Punkte anstieg, konnte der HSBC-Index mit seinem Plus von 2,5 Punkten auf 51,9 Punkten in den expansiven Bereich aufsteigen. Für Überraschung sorgte aber der ISM aus den USA, denn erst am Tag zuvor enttäuschte die Stimmung im Distrikt Chicago, nachdem der Vormonatswert um 5,6 auf 56,7 Punkte nachgab. Im August legte der ISM um 0,8 auf 56,7 Punkte zu. Kupfer stieg daraufhin über $7600 und konnte aus der seit Mitte Juli geltenden Handelsspanne zwischen $7000 und $7500 ausbrechen. Technisch ist damit der Weg auf $8000 frei. Doch zuvor steht der US-Arbeitsmarktbericht noch an, der das Blatt noch wenden könnte. 

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,2855 LOW: 1,2661  

 

Trotz der positiven Konjunkturdaten aus den USA konnte der Euro gegenüber dem Dollar in den letzten Tagen gewinnen und bewegt sich seither um die Schwelle bei $1,2800. Belastungsfaktor für den Dollar ist nach wie vor die Lage am US-Arbeitsmarkt. Dank der positiven Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe ist der Aufschwung messbar, aber ohne Beschäftigungszuwachs. Denn erst gestern wurde aus der US-Privatwirtschaft ein Verlust von 10.000 Stellen im August vermeldet - der erste Rückgang seit Januar 2010. Heute werden die Anträge auf Arbeitslosenhilfe und morgen der offizielle Arbeitsmarktbericht veröffentlicht, die nach der Vorlage aus der Privatwirtschaft nicht viel Positives erwarten lassen. Mit einer Veränderung des amerikanischen Lohnniveaus nach oben ist damit vorerst nicht zu rechnen, so dass auch das Inflationsszenario noch nicht droht. Vielmehr hat die Fed in ihrem aktuellen Protokoll zur letzten Notenbanksitzung auf ein disinflationäres Umfeld hingewiesen, das weiterhin auf eine expansive Geldpolitik schließen lässt. Aber auch die EZB wird auf ihrer heutigen Sitzung an ihrer bisherigen Linie festhalten. Die Konjunkturdaten fielen zwar zuletzt erfreulich aus, aber die Währungshüter werden sich vorsichtig geben. Erst am Wochenende hat Claude Trichet auf der Konferenz in Jackson Hole für Umsicht, nicht für Euphorie geworben. Seinem Wortlaut folgend könnte sich die Wirtschaftskrise sonst zu einem verlorenen Jahrzehnt entwicklen.  

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)