Marktberichte

KUPFER

aktualisiert am: 18.01.2018 

 

Kupfer: HIGH: 7110 LOW: 7027 Close: 7034  

Unterstützung: 7024 Widerstand: 7312,5 Contango: 46,00  

 

Wie bereits regierungsseitig angekündigt und vom Kupfermarkt aufgenommen, überzeugte das chinesische Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2017 mit +6,8% genauso wie das Jahreswachstum insgesamt mit +6,9%. Eine Wiederholung dieser Größen wurde aber bereits im Vorfeld durch die chinesische Regierung für 2018 ausgeschlossen. Somit fielen Marktreaktionen auf weitere Datenveröffentlichungen auch verhalten aus. Die Industrieproduktion stieg im Dezember in China um +6,2% (+6,1% November), die Anlageinvestitionen um +7,2% (+7,2%) und die Einzelhandelsumsätze um +9,4% (+10,2%). In einer relativen engen Handelsspanne bewegt sich Kupfer heute zwischen $7.036,50 und $7.105. Sollten weitere Informationen aus China eine geringere Nachfrage nach Industriemetallen erwarten lassen, könnten die Euphorie zum Jahreswechsel und die Notierungen weiter gedämpft werden. Allerdings setzt der Markt auch auf umfangreiche Infrastrukturprojekte in das dortige Schienen- und Stromnetz, die wiederum den Bedarf beflügeln dürften. 

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,2322 LOW: 1,2175  

 

Der anfängliche Mut nach Veröffentlichung des letzten Sitzungsprotokolls der EZB, auf ein Ende der expansiven Geldpolitik in der Eurozone zu setzen, verfliegt langsam. Mitglieder aus dem EZB-Rat zeigen sich nun besorgt über den festeren Euro. Denn mit einer Aufwertung des Euros wird theoretisch die Nachfrage außerhalb des europäischen Währungsraumes nach europäischen Waren zurückgedrängt; die für einen Rücklauf der expansiven Geldpolitik notwendige Steigerung der Teuerungsrate bleibt dann womöglich aus. Somit wächst der Euro aktuell über den Bereich knapp oberhalb von $1,2200 nicht hinaus.  

Nun auf einen Rückfall des Euros zu setzen, wäre wiederum verfrüht. Denn die jüngste Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit durch eine chinesische Ratingagentur angesichts der erwarteten Verschuldungszunahme durch die US-Steuerreform trägt sicherlich auch zu einem schwächeren Dollar bei.  

Vorerst ist also mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen. 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)