Marktberichte

KUPFER

aktualisiert am: 28.03.2017 

 

Kupfer: HIGH: 5810 LOW: 5671 Close: 5760  

Unterstützung: 5670 Widerstand: 5900/5950 Contango: 25,50  

 

Trump ist in seinen Bemühungen, Obamacare abzuschaffen, vorerst gescheitert. Nun wird in Frage gestellt, ob die angekündigten Infrastrukturprojekte und die erwartete Steuerreform ebenfalls vom Kongress geblockt werden könnten. Im November sind die Notierungen am Kupfermarkt nach der Wahl von Donald Trump in die Höhe geschossen, weil umfangreiche Steuererleichterungen für Unternehmen und Investitionen in die US-Infrastruktur in Aussicht gestellt wurden. Konkrete Pläne folgten bislang nicht und mit dem Scheitern einer großen Wahlankündigung steigt die Nervosität am Markt, dass nun auch andere Projekte nicht durchgeboxt werden könnten. Kupfer fiel gestern zeitweilig sogar unter $5.700, weil zudem in der chilenische Escondida-Mine nach 46 Streiktagen heute die Arbeit wieder aufgenommen wird. Escondida steht für 5% der Weltkupferminenproduktion. Nun wurde der alte Vertrag für 18 weitere Monate akzeptiert. Gleichzeitig wurde aus Peru gemeldet, dass der Streik in der Cerro-Verde-Mine die Produktion bisher nicht tangiert. Am 30. März kommen die Verhandlungsführer wieder zu Gesprächen an einen Tisch. In Indonesien wurde die Produktion der Kupferkonzentrate wieder hochgefahren. Trotz dieser Meldungen bleibt ein echter Kursverfall aber aus, weil ein schwächerer Dollar die in Dollar notierten Industriemetalle aktuell noch stützt. 

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,0904 LOW: 1,0794  

 

Die bröckelnde Durchsetzungskraft der Regierung Trump belastet auch den Dollar. Die Fed scheint diese Entwicklung in ihr Kalkül aufgenommen zu haben. Denn zuletzt haben Vertreter den Anschein erweckt, in diesem Jahr nur noch eine weitere statt der erwarteten zwei Zinserhöhungen durchzuführen. In der Eurozone zeichnet sich hingegen ein anderes Bild ab. Mit erfreulichen Stimmungsindikatoren und zuletzt festeren Inflationszahlen wird über ein früheres Ende der ultraexpansiven Geldpolitik nachgedacht. Zu Wochenbeginn überzeugten die Einkaufsmanagerindizes aus dem Verarbeitenden Gewerbe in Europa (56,2 Punkte) und in Deutschland (58,3 Punkte). Gestern fiel dann auch der ifo-Geschäftsklimaindex erfreulich aus. Denn sowohl die aktuelle Lagebeurteilung (119,3 Punkte) als auch die Erwartungen (105,7 Punkte) konnten die Markteinschätzung im März übertreffen. Der Euro konnte gestern die Marke bei $1,0900 kurzzeitg überwinden, handelt aktuell knapp unter dieser Linie. 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)