Marktberichte

KUPFER

letztes update: 15.04.2014  

 

Kupfer: HIGH: 6680 LOW: 6641 Close: 6667  

Unterstützung: 6615 Widerstand: 6675 Back 9,5 

 

Kupfer tritt auf der Stelle und handelt innerhalb einer relativ engen Spanne zwischen $6.600 und $6.700. Für Marktbewegung könnten die morgen früh erwarteten Zahlen aus China sorgen. Auf der Agenda stehen Industrieproduktion, Einzelhandelsumsätze und BIP für das erste Quartal 2014. Zuletzt fielen Zahlen aus China enttäuschend aus. So waren insgesamt Im- und Exporte für den Monat März im Jahresvergleich rückläufig (-6,6% resp. -11,3%). Die Kupferimporte für sich genommen konnten hingegen mit einem Jahresplus von 31,0% im März, die ersten drei Monate des Jahres zusammengenommen sogar mit +38,0% überzeugen. Dennoch wird erneut mit einer Abkühlung der chinesischen Wirtschaftsleistung gerechnet, die sich dann auch bis auf den Kupfermarkt durchschlagen könnte. Letztlich wird aber die Antwort der chinesischen Regierung auf möglicherweise negative Konjunkturzahlen über die Nachhaltigkeit einer Marktreaktion entscheiden.  

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,3863 LOW: 1,3807  

 

US-Notenbankchefin Yellen ist auf der Pressekonferenz im Anschluss an die letzte Sitzung am 18./19. März überraschend konkret hinsichtlich des Zeitpunktes einer möglichen Zinserhöhung geworden. An den Märkten wurde demnach ein erster restriktiver Zinsschritt bis Mitte 2015 erwartet. Diese Erwartung einer schnellen Zinsveränderung bestätigte sich aber nicht im letzte Woche veröffentlichten Protokoll der März-Sitzung. Vielmehr deuteten dort US-Notenbänker an, das bis zur Zinswende weitaus mehr Zeit ins Land ziehen könnte. Der Euro konnte sich seither zwar oberhalb $1,3800 stabilisieren, aber nicht über $1,3900 halten. Einem festeren Euro widersprächen auch die letzten Äußerungen von Mario Draghi. Bereits Anfang März kommentierte der EZB-Chef, dass ein festerer Euro um $1,4000 mit Blick auf die Konjunktur- und Inflationsentwicklung expansive Maßnahmen erfordert. Diesen Ausblick wiederholte er nochmals am Wochenende. Während sich also die US-Notenbank von der expansiven Geldpolitik der letzten Jahre nach und nach verabschiedet, wendet sich die EZB diesem Instrumentarium weiter zu. Der Euro dürfte davon nicht profitieren. 

Für Überraschung sorgte heute Morgen der ZEW-Geschäftsklimaindex. Insgesamt wurde mit einer schlechteren Einschätzung der befragten Finanzmarktexperten mit entsprechender Belastung der Gemeinschaftswährung gerechnet. Doch stattdessen gaben die Befragten mit 59,0 Punkten eine überaus positive Beurteilung der aktuellen Lage ab. Wohingegen die Erwartungen insbesondere wegen des Konflikts in der Ukraine von 46,6 auf 43,2 Punkte zurückgeschraubt wurden. Diese Informationen lassen den Euro nun unentschlossen um $1,3800 kreisen. 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)