Marktberichte

KUPFER

aktualisiert am: 17.01.2017 

 

Kupfer: HIGH: 5922 LOW: 5832 Close: 5865  

Unterstützung: 5750 Widerstand: 6045 Contango: -28,5 

 

Am Freitag legten die Kupfernotierungen nachmittags bis über $5.900 zu. Vor dem gestrigen US-Feiertag wurden wahrscheinlich seitens amerikanischer Marktteilnehmer offene Flanken geschlossen, nachdem in den Tagen zuvor im frühen asiatischen Markt die Kurse immer wieder nach oben gezogen worden sind. Konjunkturdaten konnten den Kursanstieg weniger begründen. Die US-Konjunkturzahlen fielen zwar robust, aber ohne Überraschung aus. Die US-Einzelhandelsumsätze nahmen im Dezember um +0,6% zu; das von der Universität Michigan erhobene Konsumentenvertrauen lag im Januar mit 98,1 Punkten fast auf Vormonatsniveau. Für nur geringfügige Bewegung sorgten auch aktuelle Handelsdaten aus China. Die Importe von Rohkupfer stiegen im Dezember im Monatsvergleich zwar um rund +30%, blieben aber im Jahresvergleich um -7,7% hinter 2015 zurück. Heute Morgen wendete sich das Blatt dann wieder. Die Notierungen wurden in Asien unter $5.800 gedrängt. Es wid angenommen, dass das Kaufinteresse aus China nun langsam vor dem am Monatsende beginnenden Neujahrsfest abflachen könnte. 

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,0635 LOW: 1,0577  

 

Angesichts des gestrigen Feiertags in den USA verlief der Devisenhandel in relativ ruhigen Bahnen um $1,0600. Zuletzt musste der Dollar wieder Gewinne abgeben, weil Donald Trump nicht liefert. Seine Wahlkampfankündigungen werden nach wie vor inhaltlich nicht unterfüttert und die Märkte sind zusehends veunsichert. Trumpflation und als Reaktion darauf mögliche Zinserhöhungen der Fed verlieren damit an Glanz. Heute darf etwas Bewegung aus Europa erwartet werden. Die britische Regierung wird sich detaillierter zum Brexit äußern. Erste Auszüge dieser Bekanntgabe sind bereits durchgesickert. Demnach wird ein ""harter"" Brexit, also der absolute Bruch mit EU-Gerichtshof, Zollunion und Binnenmarkt angestrebt werden. Erste Reaktionen britischer Poltiker zeigen, dass der Politkstil Donald Trumps mittlerweile auch in Great Britain angekommen ist. Die Austrittsverhandlungen dürften einem Pulverfass gleichen. 

Am Donnerstag folgt die EZB mit ihrer ersten Sitzung 2017. Obwohl von Seiten der EZB nach den im Dezember verabschiedeten Maßnahmen vorerst keine weiteren Schritte erwartet werden, dürfte die Sitzung dennoch für Spannung sorgen. Denn die letzten Inflationserhebungen in der Eurozone überraschten im Dezember. Während die Eurozone einen Preisanstieg von +1,1% verzeichnete, stieg die Inflation in Deutschland mit +1,7% sogar noch stärker an und nähert sich dem EZB-Ziel von 2,0%. Somit könnte die EZB unter Druck geraten, aus der ultraexpansiven Geldpolitik auszusteigen. Aktuelle Stimmungsindikatoren aus Deutschland könnten diesem Druck noch Gewicht verleihen. So sind heute Morgen die ZEW-Konjunkturerwartungen leicht um 2,8 auf 16,6 Punkte angestiegen. Die aktuelle Lagebewertung stieg sogar signifikant um 13,8 auf 77,3 Punkte. ""Die leichte Zunahme der ZEW-Konjunkturerwartungen beruht vor allem auf einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der europäischen Volkswirtschaften. Die recht guten Zahlen für die vorläufige Entwicklung des deutschen Brutto-Inlandsprodukts im Vorjahr sowie die Industrieproduktion des Eurogebiets im November 2016 kamen wohl für viele überraschend. Der Anstieg der Erwartungen ist deshalb auch als Vertrauensvorschuss für das neue Jahr 2017 zu sehen"", kommentiert ZEW-Präsident Achim Wambach." 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)