Marktberichte

KUPFER

letztes update: 09.10.2014 

 

Kupfer: HIGH: 6715 LOW: 6625,5 Close: 6637,5  

Unterstützung: 6665 Widerstand: 6725 Back 54,5 

 

Nachdem gestern Alcoa die Berichtssaison in den USA überraschend positiv startete, drehte nicht nur der Dow Jones, auch die Kupfernotierungen wurden von dieser Neuigkeit getrieben und liegen im heutigen Handel wieder über $6.700.  

Unterstützung bot sicherlich auch das gestern veröffentlichte Protokoll der letzten US-Notenbanksitzung Mitte September. Eine vorzeitiges Ende der Niedrigzinspolitik ist demnach nicht zu erwarten. Vielmehr setzten die amerikanischen Währungshüter ihre mittelfristigen BIP-Projektionen zurück. Sowohl ein schwächeres weltweites Wirtschaftswachstum als auch der Einfluss eines festeren Dollars auf Wachstum und Inflation wurden hierfür als Begründung angeführt. Der erstgenannte Grund nimmt auch die Sorgen des IWFs auf, der jüngst vor einer Weltwirtschaftskrise warnte. Mit letztgenanntem Grund ist nun auch der seit einiger Zeit im Raume stehende Währungskrieg offiziell im Protokoll der Fed festgeschrieben.  

Ebenso aufmerksam wurde die Ankündigung des chinesischen Premier Li bei einem Treffen des Staatsrates am Markt aufgenommen, demnach voraussichtlich Maßnahmen zur Wachstumsunterstützung eingesetzt werdensollen. Allerdings äußerte der chinesische Vize-Finanzminister Zhu, dass sich China stärker auf qualitative Ziele als auf spezifische Wachstumsziele konzentriert. In anderer Lesart könnte aus diesen Äußerungen auch abgelesen werden, dass die chinesische Regierung bemüht ist, das selbstgesteckte Wachstumsziel 2014 bei aktuell 7,4% zu erreichen, eine Zielerreichung aber wahrlich noch nicht sicher ist. 

Der Datenkalender ist auch zum Wochenschluss sehr dünn. Weitere Impulse sind eher vom Aktienmarkt zu erwarten oder auch technischer Natur. 

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,2748 LOW: 1,2621  

 

Der Euro konnte sich mit Veröffentlichung des Protokolls der letzten US-Notenbanksitzung gestern merklich erholen. Da bis auf weiteres eine Zinsspanne zwischen 0,00% und 0,25% in den USA zu erwarten ist, musste der Dollar Federn lassen. Technisch wurde ein festerer Euro dann auch durch den Schritt über $1,2730 unterstützt. Sollte sich die Gemeinschaftswährung hier halten können, ist ein weiterer Schritt in Richtung $1,2900 möglich. Charttechnsich hat sich das Bild damit vollends zum Wochenbeginn gedreht. 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)