Marktberichte

KUPFER

letztes update: 02.07.2015 

 

Kupfer: HIGH: 5825 LOW: 5731 Close: 5775  

Unterstützung: 5740 Widerstand: 5800 Contango: -8,5 

 

Mit einem festen Start in den gestrigen Tag, gestützt durch stabile Stimmungsindikatoren aus China, folgte der Kupfermarkt zunächst Gerüchten und Spekulationen über den weiteren griechischen Verhandlungspoker, bevor die Aufmerksamkeit ganz auf Konjunkturdaten aus den USA gelenkt wurde. Der Einkaufsmanagerindex ISM für das Verarbeitende Gewerbe konnte im Juni leicht auf 53,5 Punkte zulegen. Zuvor überzeugten der Stimmungsindikator aus dem Distrikt Chicago und das Konsumentenvertrauen. In diesem Sinne meldete der Abrechnungsdienstleister ADP aus der US-Privatwirtschaft im Juni einen Aufbau von 237.000 Stellen nach einem Zuwachs von 203.000 Jobs im Vormonat. Heute stehen die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten auf der Agenda, deren Entwicklung nun mehrheitlich positiv eingeschätzt wird. Nach einem schleppenden ersten Quartal scheint sich damit im zweiten Quartal die amerikanische Wirtschaftsleistung erholt zu haben. Von dieser Seite müssten die Erwartungen der US-Notenbank an eine Konjunkturerholung erfüllt sein. Einer Zinserhöhung steht jetzt nur noch die Inflationsentwicklung entgegen, die bislang die Zielmarke der Fed von 2,0% verfehlt. Deshalb reichen die Erwartungen für die erste Zinsanhebung durch die US-Notenbank (Liftoff) auch von September bis Dezember 2015.  

Auf die positiven Konjunkturdaten aus den USA reagierten die Kupfernotierungen zunächst positiv und überwanden erneut die Marke bei $5.800, die zurzeit auch umspielt wird. 

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,1171 LOW: 1,1041  

 

Die Reaktionen am Devisenmarkt auf den bisherigen Schuldenstreit zwischen Griechenland und den Institutionen verlaufen im Vergleich zur Bedeutung dieses Streites für die gesamte Gemeinschaft glimpflich. Nachdem das zweite Hilfsprogramm ausgelaufen ist und das Ergebnis des griechischen Referendums abgewartet wird, bewegte sich der Euro zunächst um $1,1100. Erst die überraschend positiven Konjunkturdaten aus den USA stützten den Dollar, so dass der Euro unter die Linie bei $1,1100 fiel. In Erwartung stabiler bis positiver Arbeitsmarktdaten aus den USA dürfte ein erneuter Schritt über diese Linie erschwert werden. Wegen des Independance Day bleiben die Märkte in den USA morgen geschlossen. Sonntag und damit Montagmorgen richten sich alle Blicke nach Griechneland und Europa. Bislang wird bestätigt, dass erst mit den Ergebnissen des Referendums die Verhandlungen weitergehen können. Die Antwort des Euros auf diesen Ausgang kann einen spannenden Wochenstart bringen. 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)