Marktberichte

KUPFER

letztes update: 18.12.2014 

 

Kupfer: HIGH: 6404 LOW: 6268 Close: 6368  

Unterstützung: 6225/6285 Widerstand: 6400 Back 36 

 

Im Vorfeld der gestrigen US-Notenbanksitzung gab Kupfer in einem sehr dünnen Handel bis auf $6.268 nach. Mit der Zinsentscheidung der Fed zogen die Notierungen dann wieder an. Wie zuvor gestreut, hat die US-Notenbank aus ihrem Kommuniqué die Phrase, das Niedrigzinsniveau für eine "beträchtliche Zeit" beizubehalten, gestrichen und durch eine "geduldige" Normalisierung der Geldpolitik ersetzt. Konkreter wurde Janet Yellen, die einen Zinsschritt auf den nächsten beiden Sitzungen ausschließt und mit einem vorsichtigen Zinserhöhungszyklus rechnet. Vor Juni 2015 ist demnach eine Zinsanhebung nicht zu erwarten und dann nur mit bedachten Schritten. Dieser entschleunigte Fortgang ist womöglich der Lohn- und Inflationsentwicklung in den USA geschuldet. Die Wirtschaft gewinnt zwar an Dynamik und auch der Arbeitsmarkt hat sich merklich verbessert, doch die Lohnentwicklung konnte bisher nicht in gleichem Maße anziehen. Die Jahresrate der US-Preisentwicklung ist im November von zuvor +1,7% auf +1,3% zurückgegangen, so dass die Fed ihre Projektion für 2015 ebenfalls auf +1,3% herabgeschraubt hat. Kupfer handelt seither über $6.350. Der Verlauf bis zum Jahresende wird voraussichtlich stark durch spekulative und institutionelle Anleger bestimmt werden, die ihre Jahresperformance optisch aufbessern möchten. Ob optisch ein Rückzug aus oder ein vermehrtes Engagement am Kupfermarkt bevorzugt wird, wird von den Erwartungen bestimmt werden. Die Erwartungshaltung wird sicherlich durch die geldpolitische Entwicklung in den USA und Europa, aber auch durch den konjunkturellen Fortgang in China und mögliche Reaktionsmuster der dortigen Regierung geformt werden. Wir müssen uns überraschen lassen! 

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,2515 LOW: 1,2320  

 

Der Euro musste nach seinem Ausflug über $1,2500 zu Wochenbeginn mit der letzten Sitzung der US-Notenbank diese Gewinne wieder abgeben und notiert derzeit nur noch über $1,2300. Auch wenn die Fed gestern keine Zinsanhebung verabschiedet hat, hat sie dennoch klar signalisiert, dass in den USA eine geldpolitische "Normalisierung" eher als in Europa zu erwarten ist. Der Euro ist damit wieder angeschlagen. Leichte Unterstützung bietet heute noch der ifo-Geschäftsklimaindex, der von 104,7 auf 105,5 Punkte im Dezember ansteigen konnte. Dieser Anstieg ist insbesondere auf eine verbesserte Konjunkturerwartung der befragten Unternehmen zurückzuführen. Die Erwartungen konnten um 1,3 auf 101 Punkte zulegen. Diese positive Einschätzung wird auf fallende Ölpreise zur Unterstützung der Binnenachfrage und einen schwächeren Euro zur Unterstützung der Exporte zurückgeführt. Ob der Euro zum Jahresschluss auf diesem Niveau verharren wird, bleibt abzuwarten. Eine mögliche Jahresendrallye kann für Bewegung sorgen.  

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)