Marktberichte

KUPFER

letztes update: 02.09.2014 

 

Kupfer: HIGH: 6970 LOW: 6915 Close: 6942  

Unterstützung: 6905/6940 Widerstand: 6980/7025 Back 24,5 

 

Zum Monatsauftakt verharrt Kupfer weiterhin unter $7.000, sackte im gestrigen Nachmittagshandel kurzzeitig sogar bis auf $6.915. Schwache Konjunkturzahlen aus China belasten die Notierungen. Im August war die sowohl von der Großbank HSBC als auch von offizieller Seite gemessene Industriestimmung gedämpft. Beide Werte waren im Monatsvergleich um 1,5 auf 50,2 (HSBC) respektive um 0,6 auf 51,1 Punkte (offiziell) rückläufig. Damit verliert die wirtschaftliche Erholung im Reich der Mitte weiter an Kraft. Ein weiterer Kursrückgang blieb allerdings aufgrund erwarteter Stimulierungsmaßnahmen seitens der chinesichen Regierung vorerst aus. Generell bilden auch positive Konjunkturzahlen aus den USA einen Gegenpol zu einem weiteren Kursabstieg. Insbesondere mit dem Blick auf die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt bedeutet ein wirtschaftlicher Aufschwung aber zugleich auch ein womöglich schnellerer Rückzug der US-Notenbank aus ihrer expansiven Geldpolitik, was wiederum am Kupfermarkt zuletzt verhalten aufgenommen worden ist. Ohne klare Richtungsvorgabe bewegt sich der Kupfermarkt damit in der Tendenz seitwärts. In dieser Woche stehen aber noch wichtige US-Konjunkturdaten auf der Agenda, die vielleicht mehr Klarheit bringen könnten. Heute Nachmittag wird der Stimmungsindikator aus dem Verarbeitenden Gewerbe der USA veröffentlicht, gefolgt von Arbeitsmarktdaten am Mittwoch und Freitag. Diese Zahlen werden sehr genau auf die Lage am US-Arbeitsmarkt untersucht. Denn Janet Yellen hat zuletzt angekündigt, dass eine unerwartet schnelle Erholung am Arbeitsmarkt zu einer schnelleren Zinsanhebung führen könnte. 

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,3145 LOW: 1,3117  

 

Der Euro muss weitere Verluste hinnehmen und bewegt sich mittlerweile knapp über $1,3100. Charttechnisch ist das Septembertief 2013 bei $1,3105 eine wichtige Unterstützungslinie. Sollte diese Marke fallen, sind Notierungen um $1,3000 nicht mehr unwahrscheinlich. Bescheidene Konjunkturzahlen aus der Eurozone belasten u. a. die Gemeinschaftswährung. So ist z. B. die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal 2014 um 0,2% gegenüber dem Vorquartal geschrumpft. Für die EZB, die neben der Preisstabilität zunehmend auch Wachstumsaussichten in ihren Aufgabenbereich aufnimmt, könnten diese Aussichten eine weitere Lockerung der Geldpoloitik zur Folge haben. Mario Draghi hat die Bereitschaft dazu bereits angekündigt. Am Donnerstag folgt die offizielle Monatssitzung, in der dieser Punkt bestimmt Diskussionsstoff bieten wird. Ein klares Signal seitens der EZB für weitere Lockerungsmaßnahmen wird den Euro voraussichtlich bedrücken, zumal in den USA eine andere Marschrichtung eingeleitet wird. 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)