Marktberichte

KUPFER

letztes update: 03.09.2015 

 

Kupfer: HIGH: 5162 LOW: 5065 Close: 5120  

Unterstützung: 5120 Widerstand: 5200 Backw. 20,5 

 

Schwache Konjunkturdaten aus China und den USA haben Kupfer gestern nochmals unter Druck gesetzt. Der US-Einkaufsmanagerindex ISM schloß im August mit 51,1 Punkten auf dem tiefsten Stand seit Mai 2013. Bereits zuvor hatte der Stimmungsindikator aus dem Distrikt Chicago einen Hinweis auf diese Schwäche gegeben. Zusammen mit schwächeren Aktienmärkten und abermals fallenden Ölkursen gab Kupfer im frühen asiatischen Handel bis auf $5.045 nach. Doch der Markt konnte sich vor dem langen Wochenende in China, an dem wegen Feierlichkeiten die dortigen Börsen geschlossen sind, wieder leicht erholen. Short-Positionen wurden erneut eingedeckt, Kupfer stieg über $5.200 an.  

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,1319 LOW: 1,1214  

 

Im Vorfeld der heutigen EZB-Sitzung muss der Euro leichte Verluste hinnehmen und bewegt sich derzeit knapp über $1,1200. Der Markt ist auf weitere expansive Äußerungen der EZB eingestellt. Zwar hatten die europäischen Währungshüter erst zu Jahresbeginn zur Bekämpfung der Deflationsrisiken und der Wachstumsschäche in Europa ein expansives Anleihenankaufprogramm im Umfang von 60 Mrd. EUR monatlich verabschiedet. Doch die Turbulenzen an den chinesischen Finanzmärkten, weiter fallende Rohstoffpreise und die Aufwertung des Euros könnten eine Anpassung dieses Programms im EZB-Rat erneut zur Diskussion stellen.  

Auch in den USA dürfte die Verfehlung des Inflationsziel nahe 2,0% für Diskussionsstoff sorgen. Demnach könnte das Niedrigzinsniveau beibehalten werden. Isoliert betrachtet, schien die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt hingegen einen ersten Zinsanstieg zu unterstützen. Allerdings blieb der gestern veröffentlichte ADP-Bericht aus der Privatwirtschaft hinter den Erwartungen zurück. Statt der erwarteten 201.000 wurden im August nur 190.000 neue Stellen geschaffen. Morgen steht nun der offizielle US-Arbeitsmarktbericht auf der Agenda. Sollte dieser Bericht ebenfalls ein schwächeres Bild am US-Arbeitsmarkt bestätigen, könnte sich im gegenwärtigen turbulenten Umfeld eine erste Zinsanhebung in den USA hinausschieben. Die US-Notenbank tagt allerdings erst am 16./17. September. Spätestens dann wird ein erster Hinweis auf den geldpolitischen Fortgang erwartet. 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)