Marktberichte

KUPFER

aktualisiert am: 21.09.2017 

 

Kupfer: HIGH: 6584 LOW: 6506 Close: 6526  

Unterstützung: 6450 Widerstand: 6625 Contango: 45,50  

Nach den gestrigen Ankündigungen der US-Notenbank (s. u.) gaben die Industriemetalle nach. Nach Einschätzung der US-Währungshüter ist langfrisitg mit einem Zinsniveau knapp unter 3,0% zu rechnen. Eine Anlage in verzinsliche Wertpapiere gewinnt damit an Attraktivität und belastet theoretisch das Kaufinteresse an Industriemetallen. Zugleich belastet auch der nun festere Dollar, so dass Kupfer heute Morgen an der Unterstützungslinie bei $6.450 handelt. 

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,2031 LOW: 1,1860  

 

Ein positiver ZEW-Index trieb am Dienstag den Euro über $1,2000. Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland verbesserten sich im September um 7,0 auf 17,0 Punkte. „Solide Wachstumszahlen im zweiten Quartal 2017, der zuletzt kräftige Anstieg im Kreditgeschäft der Banken und anziehende Investitionen von Staat und Unternehmen dürften die Finanzmarktexperten/-innen zu einem deutlich positiveren Ausblick als noch im Vormonat bewogen haben. Auch die stabile weltwirtschaftliche Entwicklung stützt die Erwartungen. Von der Bundestagswahl scheint ebenfalls keine besondere Unsicherheit auszugehen. Und auch die Sorge um das jüngste Erstarken des Euro tritt vorerst in den Hintergrund“, kommentiert ZEW-Präsident Wambach.  

Die gestrige US-Notenbanksitzung gab dann wiederum dem Dollar Auftrieb. Zunächst kündigte die Fed an, die durch die ultraexpansive Geldpolitik aufgeblähte Bilanzsumme von 4.500 Mrd. USD ab Oktober monatlich um rund 10 Mrd. USD zu reduzieren. In vierteljährlichen Abständen wird der Betrag, der nicht reinvestierten Anleihen, angepasst. Diese Maßnahmen wurden bereits im Juni von der Fed mitgeteilt, ohne einen Starttermin zu nennen, der nun bekannt ist. Weitaus überraschender waren die Projektionen für anstehende Zinserhöhungen. Danach dürfte die Fed an einer dritten Zinserhöhung in diesem Jahr, voraussichtlich im Dezember, festhalten. Für 2018 werden dann drei, für 2019 zwei und für 2020 eine weitere Zinsanhebung angesetzt. Angesichts der letzten Inflationsaussichten wurden diese Zinsmaßnahmen nicht vom Markt erwartet. Der Euro gab im Anschluss an die Sitzung nach und fiel unter $1,1900. Damit bleibt dem Euro abermals über $1,2000 die Luft aus, so dass vorerst mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen ist. 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)