Marktberichte

KUPFER

letztes update: 26.08.2014 

 

Kupfer: HIGH: 7091 LOW: 7053 Close: 7076  

Unterstützung: 7025/7045 Widerstand: 7095 Back 11 

 

Mitte letzter Woche legten die Industriemetalle auf breiter Front zu. Trotz einer dünnen Datenlage konnte sich u. a. Kupfer von Notierungen um $6.850 auf ein Kursniveau oberhalb $7.000 bewegen. Gründe für diesen Anstieg dürften in erster Linie charttechnischer Natur sein. Denn mit dem Sprung über den Widerstand bei $6.930 wurde weiteres Kaufinteresse geweckt, das Kupfer innerhalb kürzester Zeit nach oben puschte. Aus konjunktureller Sicht enttäuschten hingegen Stimmungsindikatoren aus China und Europa. Die Einkaufsmanager im verarbeitenden Gewerbe Chinas sehen nach 51,7 im Juli aktuell die Lage mit 50,3 Punkten nur noch knapp über der Expansionslinie. Ebenso ist auch die Einschätzung in der europäischen Industrie gedämpft. Im August fiel auch hier der gesamteuropäische Index auf 50,8 Punkte, getragen auch durch einen Rückgang in Frankreich (von 47,8 auf 46,5 Punkte) und Deutschland (von 52,4 auf 52,0 Punkte). Da sowohl in China als auch in Europa wie zuletzt fiskal- und/oder geldpolitische Maßnahmen gegen eine Wirtschaftsabkühlung erwartet werden, sind die Märkte von diesen Daten allerdings relativ unbeeindruckt. Somit konnte Kupfer in der Spitze am Freitag bis auf $7.091 klettern. Das von der Internationalen Studiengruppe Kupfer sowie vom Weltbüro für Metallstatistik ermittelte Angebotsdefizit am Kupfermarkt für die ersten fünf Monate des Jahres spielt auch in diese Richtung. Doch die oben aufgeführten Industrieindizes signalisieren für den weiteren Jahresverlauf bisher einen Nachfragerückgang, der das bislang errechnete Defizit wiederum relativieren dürfte. 

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,3218 LOW: 1,3182  

 

Der Euro musste in den letzten Tagen einige Verluste hinnehmen und handelt heute knapp unter $1,3200. Nicht nur Stimmungsindikatoren wie u. a. gestern der ifo-Geschäftsklimaindex belasteten die Gemeinschaftswährung. So schätzen die befragten deutschen Unternehmen insbesondere wegen der geopolitischen Spannungen im August die aktuelle Lage (-1,7 auf 111,1 Punkte) und auch die Erwartungen (-1,7 auf 101,7 Punkte) den vierten Monat in Folge schlechter als im Vormonat ein. Aber auch die Reaktion von EZB-Präsident Draghi auf dem Notenbankentreffen in Jackson Hole drückte auf den Euro. Er bekräftigte erneut eine mögliche Ausweitung geldpolitischer Maßnahmen zur Bekämpfung niedriger Inflationsraten. Draghi forderte aber auch die europäischen Staaten zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu fiskalpolitischen Schritten auf. Damit mahnt ein Notenbänker eine Lockerung der Haushaltspolitik an! Womöglich fand diese Mahnung in Frankreich Gehör. Mit dem Fall unter wichtige Unterstützungslinien ist der Euro jedenfalls angeschlagen. Weitere Rückschläge sind nicht auszuschließen. 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)