Marktberichte

KUPFER

aktualisiert: 21.07.2016 

 

Kupfer: HIGH: 4973 LOW: 4900 Close: 4966  

Unterstützung: 4900/4770 Widerstand: 5000 Contango: -16,5 

 

Heute Morgen hat Kupfer die Marke bei $5.000 abermals getestet. Seit gestern Nachmittag sind die Kupfernotierungen kontinuierlich angestiegen. Die Stimmung bei den Rohstoffen insgesamt ist positiv und trägt somit auch Kupfer. Ein ähnliches Bild geben die Positionierungsdaten spekulativer Anleger an der LME. In der letzten Berichtswoche sind bei allen Industriemetallen Longpositionen aufgebaut worden. Von fundamentaler Seite erhält Kupfer gegenwärtig auch Unterstützung durch Datenveröffentlichungen über die weltweite Versorgungslage. Die internationale Studiengruppe Kupfer gab gestern bekannt, dass im April ein Defizit von -110.000t und entsprechend für die ersten vier Monate des Jahres von -119.000t festgestellt worden ist. Zu einem ähnlichen Ergebnis ist auch das Weltbüro für Metallstatistik gelangt, das für den Zeitraum von Januar bis Mai 2016 ein Defizit von -48.000t festhält. Die Marke bei $5.000 ist ein wichtiger psychologischer Widerstand, der nicht ohne weiteres überwunden werden kann. Mittlerweile handelt Kupfer auch wieder bei $4.970. Sollte sich Kupfer dennoch darüber festsetzen können, liegt die nächste Haltemarke bei $5.025. Auf der anderen Seite stützt $4.900 den Markt. Für Marktbewegung wird heute voraussichtlich nur die EZB sorgen können, die am frühen Nachmittag ihre weitere geldpolitische Vorgehensweise präsentieren wird.  

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,1030 LOW: 1,0979  

 

Mit leichter Verzögerung gab der Euro am Dienstag dann nach Veröffentlichung des enttäuschenden ZEW-Finanzmarkttests doch noch nach und fiel, auch unterstützt durch positive US-Immobilienmarktdaten, unter $1,1000. Im Juni sind die Baubeginne (+4,8%) und die Baugenehmigungen (+1,5%) überraschend angestiegen. Im Vorfeld der heutigen EZB-Sitzung handelt die Gemeinschaftswährung zwar wieder über dieser Linie, doch ein nachhaltiger Fall unter diesen Punkt könnte charttechnisch den Weg in Richtung $1,0800 öffnen. Andernfalls könnte auch die Linie bei $1,1100 wieder ins Visier genommen werden.  

Von Seiten der EZB werden heute keine nennenswerten Maßnahmen erwartet. Nachdem sich die Bank of England überraschend zurückhaltend gab, wird auch von den europäischen Währungshütern erwartet, dass erst wesentliche geldpolitische Entscheidungen getroffen werden, wenn mögliche Folgen des Brexits eindeutig belegt werden können. Um das bereits verabschiedete Anleihenankaufprogramm aber aufrechterhalten zu können, wird lediglich mit einer Anpassung des Renditesatzes, zu dem Anleihen erworben können, gerechnet. Denn aktuell können von den nationalen Zentralbanken nur (nationale) Anleihen mit einem Renditesatz oberhalb des Einlagensatzes (-0,4%) angekauft werden. Als Folge des Brexits drohen aber selbst deutsche Anleihen unter diesen Satz zu rutschen. Diese notwendige Maßnahme gilt als eingepreist. Nachmittags folgen dann noch Konjunkturdaten aus den USA, die erneut den Markt beleben könnten. 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)