Marktberichte

KUPFER

letztes update: 26.05.2015 

 

Kupfer: HIGH: 6263 LOW: 6143 Close: 6161,5  

Unterstützung: 6150 Widerstand: 6230/6280 Contango: -3,5 

 

In der vergangenen Woche hat der schwächere Euro die Metallmärkte unter Druck gesetzt. Ausschlaggebend war die Ankündigung eines EZB-Vertreters, dass die geplanten Anleihenankäufe über 60 Mrd. EUR pro Monat für die Sommermonate auf die Monate Mai/Juni vorgezogen werden. Obwohl sich das Gesamtvolumen des Ankaufprogramms der europäischen Zentralbank damit nicht ändern wird, sondern nur die Zuteilung neu festgesetzt worden ist, gab der Euro nach. Diese Abwärtsbewegung setzte sich am Devisenmarkt im Wochenverlauf fort, so dass Kupfer am Freitag zeitweilig bis auf $6.143 rutschte. Nach einem anfänglich festeren Markt testet Kupfer heute Morgen erneut die wichtige Chartmarke bei $6.150. Diese Marke war Ende April der Ausgangspunkt für den Kursanstieg über $6.400. Sollte diese Linie fallen, sind weitere Kursrückgänge möglich. Die aktuelle Versorgungslage könnte einen Rückgang unterstützen. Denn die Internationale Studiengruppe Kupfer gab jüngst bekannt, dass in den ersten beiden Monaten 2015 ein Angebotsüberschuss von +115.000t vorlag. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres konnte noch ein Defizit über -193.000t festgestellt werden. Die aktuell gute Versorgungslage ist auf ein höheres Angebot, aber auch auf eine niedrigere Nachfrage insbesondere aus China zurückzuführen. Wenn der charttechnische Punkt bei $6.150 allerdings hält, sind auch wieder Kursaufschläge einzurechnen.  

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,1009 LOW: 1,0958  

 

Mit Ankündigung der EZB über eine Neuverteilung ihres QE-Programms über die Sommermonate gab der Euro zunächst in den Bereich um $1,1100 nach. Mittlerweile bewegt sich die Gemeinschaftswährung sogar wieder im Bereich um $1,0900, weil zum einen Stimmungsindikatoren aus der Eurozone (ZEW- und ifo-Index) enttäuschten. Zum anderen erste Erholungsanzeichen aus den USA nach einem schleppenden Jahresstart den Dollar stärken. Beachtung fanden hier insbesondere die US-Verbraucherpreise im April, die in der Kernrate um 0,3% anziehen konnten und erneut Spekulationen über eine baldige Zinsanhebung weckten. Denn Fed-Chefin Yellen kommentierte vergangenen Woche, dass eine Zinsanhebung zu erwarten sei, "wenn sich die Wirtschaft weiter so erholt, wie ich es erwarte". Diese Erwartungen beziehen sich auf eine Verbesserung der US-Arbeitsmarktbedingungen und eine anziehende Inflationsrate in den Zielbereich bei 2,0%. Die aktuelle US-Inflationsentwicklung belegt eine Jahresrate bei 1,8%. Die heute auf der Agenda stehenden US-Zahlen werden sicherlich im Hinblick auf die Erwartungen von Janet Yellen bewertet werden. Sollte sich die positive Entwicklung fortsetzen, könnte der Dollar erneut zulegen. 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)