Marktberichte

KUPFER

aktualisiert: 30.08.2016 

 

Kupfer: HIGH: 4665,5 LOW: 4615 Close: 4615  

Unterstützung: 4692 Widerstand: 4888 Contango: -18 

 

Die Rede von Janet Yellen in Jackson Hole (s. u.) setzte die Kupfernotierungen leicht unter Druck, die im späten Freitagshandel bis auf $4615 rutschten. Optimismus bei der Erholung der US-Wirtschaft und entsprechende Spekulationen über eine baldige Zinserhöhung belasteten die Kurse, die auch heute nach dem gestrigen Bankfeiertag in London weiterhin auf diesem Niveau handeln. Gegenwehr könnte von Seiten der Minenbetreiber kommen, die zuletzt auch Produktionskürzungen bei weiter fallenden Notierungen ankündigten. 

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,1207 LOW: 1,1156  

 

Janet Yellen zog am vergangenen Freitag die Märkte in ihren Bann. Sie stellte in ihrer Rede graduelle Zinserhöhungen in nächster Zeit in Aussicht. Denn sowohl US-Arbeitsmarkt als auch Inflation nähern sich den Zielvorgaben der US-Notenbank. Wann allerdings die Zielvorgaben erfüllt sein werden und wann dann der Zeitpunkt für einen zweiten Zinsschritt nach Jahren der Nullzinspolitik kommen wird und in welchem Umfang die Leitzinsen erhöht werden, ließ sie im Unklaren. Der Euro bewegte sich während der Rede sprunghaft um $1,1300 und handelt mittlerweile unter $1,1200. Fed-Vize Stanley Fischer legte nach und schloß sogar zwei Zinsanhebungen in 2016 nicht aus. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung in 2016 nimmt damit zu und dürfte auch größtenteils eingepreist sein. Entsprechend verhalten ist auch die aktuelle Dollaraufwertung zu bewerten. Allerdings wird mit einem vorschnellen Zinsschritt im September nicht gerechnet. Im November stehen die Präsidentschaftswahlen in den USA an. Eine Zinserhöhung vor den Wahlen könnte als Wahlhilfe für die aktuell amtierenden Demokraten und damit Hillary Clinton aufgefasst werden. Eine Zinserhöhung vor November könnte aber auch das Pulver verschießen, was die Fed nach einer Wahl von Donald Trump benötigen könnte. Voraussichtlich werden auch weitere Indikatoren für die US-Wirtschaftsleistung abgewartet. Zunächst steht Freitag der US-Arbeitsmarktbericht auf der Agenda, der zuletzt äußerst positiv ausgefallen ist. Mit den verhaltenen Wachstumszahlen für das erste (+0,8%) und zweite Quartal (+1,1%) könnte die Fed aber auch die BIP-Zahlen für das dritte Quartal vor einer Entscheidung abwarten wollen. Bis dahin könnet sich der Euro weiter seitwärts bewegen. 

Eine wichtige charttechnische Unterstützung bildet der 200-Tagesdurchschnitt bei aktuell $1,1117. Auf der Oberseite ist mit einem Schritt über $1,1366 Spielraum bis zum Hoch aus April ($1,1416) und aus Juni ($1,1465). 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)