Marktberichte

KUPFER

aktualisiert am: 23.02.2017 

 

Kupfer: HIGH: 6066,5 LOW: 5986 Close: 6040  

Unterstützung: 5920 Widerstand: 6200 Contango: 15,00  

 

Letzten Freitag fielen die Kurse nachmittags überraschend auf $5.920. Zuvor hatte die indonesische Regierung die Empfehlung an die Leitung der Grasberg-Mine ausgesprochen, die Verschiffung der Kupferkonzentrate wieder aufzunehmen. Diese Meldung wurde zunächst als Entspannung auf der Angebotsseite am Markt gewertet, die Notierungen fielen relativ rasant unter $6.000. Doch schon bald relativierte sich diese Meldung. Denn vor einer möglichen Verschiffung müssen für die Konzentrate entsprechende Exportlizenzen seitens der Regierung ausgestellt werden. Solche Lizenzen wurden bislang aber noch nicht ausgestellt. Vielmehr verbreitete sich dann das Gerüchte, dass nun auch Freeport McMoran als Besitzer der Grasberg-Mine Force majeure anmelden könnte. Die Kurse stiegen dann Montagabend sogar knapp über $6.100. Im weiteren Verlauf bewegte sich der Markt dann aber seitwärts um $6.000. Neue Impulse sind notwendig, um den Markt aus dieser Seitwärtsbewegung zu entlassen. So könnte eine weitere Verhärtung der Fronten in Indonesien, aber auch in Chile Notierungen über $6.000 treiben. Wohingegen Zeichen einer Entspannung den Markt wieder unter $6.000 drücken dürfte.  

Ohne weitere Meldungen aus Indonesien oder Chile bewegt sich Kupfer heute Morgen knapp unter $6.000. Ein festerer Dollar belastet die Nachfrage außerhalb des US-Währungsraumes und setzt die Notierungen unter Druck. Bisher aber nur unter leichten Druck. 

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,0573 LOW: 1,0492  

 

Zinsfantasien stärken den Dollar. Das gestern veröffentlichte Protokoll der letzten US-Notenbank-Sitzung hat nochmals wiederholt, dass bei einer anhaltenden Stabilisierung des US-Arbeitsmarktes und einer Inflationsentwicklung in Richtung der 2%-Marke bald Zinserhöhungen zu erwarten sind. Im Vorfeld hatte Fed-Chefin Yellen durch ihre Äußerung, dass ein zu langes Aufschieben unvernünftig wäre, bereits für einen festeren Dollar gesorgt. Mittlerweile bewegt sich die Gemeinschaftswährung um $1,0500.  

Positive Stimmungsindikatoren aus der Eurozone wurden am Devisenmarkt dabei nahezu ignoriert. Die Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone (55,5 Punkte), aber auch aus Deutschland (57,0 Punkte) und Frankreich (52,3 Punkte) konnten sich auch im Februar über der Expansionsmarke von 50,0 Punkten halten. Gestern überzeugte dann noch der ifo-Geschäftsklimaindex, der unerwartet auf 111,0 Punkte anstieg. Dieser Anstieg wurde sowohl durch die aktuelle Lagebeurteilung der befragten Unternehmen (118,4 Punkte) als auch durch die Erwartungen (104,0 Punkte) gestützt. 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)