Marktberichte

KUPFER

aktualisiert am: 10.10.2019 

 

Kupfer: HIGH: 5710,5 LOW: 5671,5 Close: 5684  

Widerstand: 5800/5838 Unterstützung: 5610 Contango: -32,75  

 

Gestern war ein relativ lustloser Handelstag. Sowohl vor der Veröffentlichung des Protokolls der letzten US-Notenbank-Sitzung als auch vor der heutigen Wiederaufnahme der Handelsgespräche wollte sich niemand am Markt klar positionieren. Das Protokoll der Fed überraschte dann mit der Uneinigkeit zwischen den Fed-Mitglieder über den weiteren Fortgang der Geldpolitik. Das Spektrum reichte von Zinssenkung bis zur Zinsanhebung. Der Markt geht aber weiterhin von expansiven Schritten aus. Auch aus diesem Grunde handelt Kupfer heute Morgen wieder etwas fester. Auf dieser Fed-Sitzung war auch der Handelsstreit ein wichtiges Thema. Heute treffen sich ranghohe Vertreter beider Seiten in Washington. Bereits im Vorfeld wurden aus beiden Lagern unterschiedliche Signale gesetzt. Während China ein Scheitern nicht ausschließt, unter anderem weil die US-Regierung kurz vor Gesprächsbeginn chinesische Regierungsorganisationen und Unternehmen auf eine schwarze Liste setzen ließ, äußerte sich Donald Trump hingegen optimistisch. Aber gerade der Verhandlungsausgang entscheidet über die nächsten Straf- und Gegen-Zölle. Jüngst hat der IWF ermittelt, dass der Fortbestand der Strafzölle die weltweite Wirtschaftsleistung bis zum kommenden Jahr erheblich drücken wird. Sollte sich nun keine, wenn auch nur vorübergehende Einigung einstellen, könnte Kupfer wieder nachgeben. 

 

Fundamentale Nachrichten unterstützen heute Morgen auch die Notierungen. In der peruanischen Kupfermine Las Bambas könnten Straßenblockaden die dortige Produktion einschränken. Aus Sambia kommen Meldungen, dass aufgrund der Haushaltspläne der sambischen Regierung die Kupferproduktion in diesem und im nächsten Jahr gesenkt werden könnte. 

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,0989 LOW: 1,0950  

 

Der Euro konnte vom Sitzungsprotokoll der Fed leicht profitieren und handelt aktuell über $1,1000. Der Markt setzt auf weitere Zinssenkungen in den USA. Heute Nachmittag werden US-Verbraucherpreise veröffentlicht. Sollten diese Zahlen das Inflationsziel der Fed verfehlen, könnte der Dollar nochmals abwerten. Ansonsten wird die weitere Entwicklung des Währungspaares dann wahrscheinlich von den heute aufgenommenen Handelsgesprächen bestimmt werden.  

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)