Marktberichte

KUPFER

aktualisiert am: 09.04.2020 

 

Kupfer: HIGH: 5065,0 LOW: 4964,0 Close: 5022,5  

Widerstand: 5114/5150 Unterstützung: 4371 Contango: -26,00  

 

"Kupfer hält sich weiter über $5.000. Die Hoffnung auf ein Abflachen der Ausbreitungskurve lässt die Märkte verschnaufen. Doch in der kommenden Woche stehen Konjunkturdaten auf der Agenda, aus denen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzulesen sein werden. Unter anderem werden BIP-Zahlen aus China veröffentlicht. Diese Zahlen für das erste Quartal 2020 sind deshalb besonders, weil in dieses Quartal nicht nur der Shutdown, sondern auch dessen Aufhebung fallen. Aktuell überwiegt die Hoffnung, dass China mittlerweile zur Normalität gefunden hat und die Nachfrage nach Industriemetallen anfachen könnte. 

Insgesamt ist die fundamentale Lage am Kupfermarkt aber noch schwach. Die Nachfrageeinbußen weltweit belasten die Notierungen. Die Zunahmen in den Lagerhäusern der LME, gestern alleine an einem Tag 43.350t, lassen auf keine hohe physische Nachfrage schließen. Auf der Angebotsseite sind zwar auch Rückläufe zu erwarten, die die Kurse wiederum stützen könnten. So hat die chilenische Regierung am 18. März einen 90-tägigen Katastrophenstand ausgesprochen. Allerdings wurde nun auch bekannt gegeben, dass die chilenische Minenproduktion in den ersten beiden Monate 2020 das Vorjahresergebnis um 4% überbieten konnte und damit einen Puffer bildet.  

Noch liegen nicht alle Fakten auf dem Tisch. Kupfer könnte einer weiteren Belastungsprobe unterzogen werden. Aber erst weitere erfreuliche Meldungen von der Pandemiefront werden die Kurse nachhaltig stützen können. "  

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,0902LOW: 1,0828  

 

"Der Euro hält sich im Verhältnis zum Dollar seitwärts zwischen $1,0800 und $1,0900 auf. Gestern geriet der Euro kurzzeitig unter Druck, nachdem sich die EU-Finanzminister abermals nicht auf ein gemeinsames Hilfspaket einigen konnten. Insbesondere die Fragen nach der gemeinsamen Schuldenaufnahme und Haftung blieben unbeantwortet. Das Treffen wird heute fortgesetzt. Nur eine schnelle Einigung wird den Euro stützen können.  

In den USA findet heute die wöchentliche Veröffentlichung der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung Beachtung. Denn die Zahl stieg in den letzten zwei Wochen rapide um gut 10. Millionen Anträge an. Mit den gerade veröffentlichten 6.606.000 Erstanträgen hat sich die Vorwochenzahl fast verdoppelt. Diese Zahl gibt einen ersten Hinweis darauf, wie schwer die Wirtschaft in den USA von der Pandemie getroffen worden ist. In der kommenden Woche stehen mit Einzelhandelsumsätzen und Industrieproduktion weitere hard facts auf der Agenda. Weitere Rückschläge könnten den Dollar negativ beeinflussen. Allerdings werden auch weitere Stimulierungsmaßnahmen seitens der US-Regierung erwartet. Die Volatilität der letzten Wochen wird den Devisenmarkt voraussichtlich noch einige Zeit begleiten."  

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)