Marktberichte

KUPFER

aktualisert am: 22.07.2021


Vortag: High  $     9.384,00 Low  $         9.260,50 Close  $         9.356,50

Resistance  $     9.485,00 Support  $         9.150,00


Kupfer konnte im heutigen Handelsverlauf wieder etwas zulegen und bewegt sich gegenwärtig über $9.400.

China hat nun festgelegt, am 29. Juli die zweite Auktion der Staatsreserven durchzuführen. In der ersten Auktion am 5. Juli wurden innerhalb kürzester Zeit 20.000t an verarbeitende Unternehmen verkauft. Nun stellt die chinesische Führung 30.000t zur Auktion. Da die Rhetorik aus China im Vorfeld aggressiver erschien, war auch eine weitaus größere Mengen erwartet worden. "Nur" 30.000t werden am Kupfermarkt nun mit einer gewissen Gelassenheit aufgenommen; Kupfer zieht wieder an. Allerdings steht noch die Ankündigung, solche monatlichen Auktionen bis zum Jahresende fortzuführen. Die Versorgungslage könnte durch diese Zusatzmengen ohne weiteres beeinflusst werden. Denn die Internationale Studiengruppe Kupfer hat für den Monat April 2021 ein Marktdefizit von -75.000t und entsprechend für den Zeitraum Januar bis April 2021 einen Angebotsüberhnag von +69.000t festgestellt. Danach verknappt sich die Versorgungslage von Monat zu Monat. Eine Zusatzmenge von hochgerechnet 150.000t könnte ohne weiteres für Entspannung bei den Kupferkursen sorgen.

Vorerst werden die Kupfernotierungen auch durch wieder festere Aktienmärkte unterstützt. Eine aktuelle Studie hat nun bestätigt, dass zwei Impfungen der verbreiteten Impfstoffe BionTech und Astra genauso wirksam bei der Delta- wie auch bei der Alpha-Variante sind. Ein wesentlicher Belastungsfaktor der letzten Tage wird dadurch abgemildert.

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

EURO/DOLLAR

High 1,1804 Low 1,1750 Resistance 1,1975 Support 1,1704


Am Devisenmarkt warten alle auf die heutige EZB-Sitzung. Im Rahmen der Sitzung soll die neu beschlossene Strategie in den Handlungskatalog der EZB eingepflegt werden. Bei dem symmetrischen Inflationsziel von genau 2,0% sind grundsätzlich Abweichungen nach oben oder unten unerwünscht. Dennoch wurde bereits im Vorfeld verbreitet, dass Inflationsraten über 2,0% für eine gewisse Zeit toleriert werden. Diese Vorgehensweise entspricht der der US-Notenbank, die zuletzt einen transitorischen Effekt bei der Inflationsentwicklung herausgestellt hat. Bei einer Inflationsrate unter 2,0% ist der Mitteleinsatz beschränkt, auch weil in den letzten Jahren viele Mittel gegen eine schwache Inflation bereits ins Feld geführt worden sind. Dennoch hat Christine Lagarde geäußert, auch dann beharrlich vorzugehen. Diese Aussage war für viele Beobachter ein Indiz dafür, dass die EZB noch sehr lange an der expansiven Geldpolitik festhalten wird. Heute wird es also von Interesse sein, wie die EZB hierzu Stellung beziehen wird. Ein gewisser Expansionsgrad ist in den Wechselkursen eingepreist. Abweichungen davon könnten den Euro von seiner aktuell bevorzugten Linie um $1,1800 entfernen.

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)