Marktberichte

KUPFER

Aktualisiert: 17.05.2018 

 

Kupfer: HIGH: 6850 LOW: 6780,5 Close: 6826  

Unterstützung: 6770 Widerstand: 6957/6968 Contango:34,50  

Der festere Dollar belastete nur vorübergehend die Kupfernotierungen. Kupfer rutschte zeitweise sogar unter $6.800. Doch der 200-Tagesdurchschnitt bei derzeit $6.845 konnte dann doch verteidigt werden und der Markt erreichte heute im frühen Handel abermals die Linie bei $6.900. Auch die Bestandszunahme über 9.000t in den Lagerhäusern der LME setzte Kupfer nur leicht zu. Eine Bewegung in Richtung des 200-Tagesdurchschnittes erfolgte. Doch diese Linie hält und bildet damit eine charttechnisch stabile Unterstützung aus. 

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,1854 LOW: 1,1761  

 

Der Euro hat seinen Abwärtstrend wieder aufgenommen. Mittlerweile bewegt sich die Gemeinschaftswährung um die Linie bei $1,1800. Diese Bewegung darf nicht überraschen. Denn im Vergleich zu amerikanischen Konjunkturdaten zeichnen sich in der Eurozone weitaus eindeutigere Schwächesignale ab. In Deutschland halbierte sich u. a. im ersten Quartal 2018 das BIP im Vergleich zum Vorquartal auf +0,3%. Dieser Rückgang wird zwar auch auf Streiks, Grippewelle, Osterfeiertage und kalte Wetterlage in diesem Quartal zurückgeführt. Doch auch die ZEW-Umfrage unter Finanzmarktanalysten zeigt wenig Erhellung bei den Konjunkturerwartungen (-8,2 Punkte) und gab bei der aktuellen Lageeinschätzung, wenn auch auf hohem Niveau, doch leicht nach auf 87,4 Punkte. Die Unsicherheit über die zukünftigen Handelsbeziehungen zu den USA schlägt sich in diesen Stimmungsindikatoren nieder.  

Von seiten der EZB ist somit keine vorschnelle Abkehr von der expansiven Geldpolitik zu erwarten. Zwar lässt der Ölpreisanstieg der letzten Wochen auch einen Inflationsanstieg erwarten. Doch darauf dürfte die Fed mit Zinserhöhungen letztlich weitaus aggressiver als die EZB reagieren, so dass in Summe die Zinsdifferenz zwischen der Eurozone und den USA weiter zu Gunsten eines festeren Dollars auseinander gehen wird. Für einen zögerlichen Ausstieg der EZB aus der lockeren Geldpolitik könnte aber auch das aktuelle Koalitionspapier aus Italien sprechen. Denn darin wird ein Schuldenerlass gegenüber der EZB diskutiert, der erneut die europäische Schuldenproblematik in den Vordergrund rückt, zu deren Bekämpfung ehemals auch die expansive Geldpolitik dienen sollte. Da in diesem Koalitionspapier zudem ein Austritt Italiens aus der Eurozone diskutiert wird, dürfte diese Europaskepsis nicht förderlich für einen festeren Euro sein. 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)