Marktberichte

KUPFER

aktualisiert am: 12.12.2018 

 

Kupfer: HIGH: 6170 LOW: 6132 Close: 6140  

Widerstand: 6200/6300 Unterstützung: 6090/6070 Backw. 4,75  

Zu Wochenbeginn war die Stimmung an den Finanzmärkten eingetrübt. Die Festnahme des Huawei-CFO und die erneute Drohung Trumps, Tariffe nach dem 90-tägigen Waffenstillstand zu verhängen, wenn dann keine für ihn tragbare Lösung stünde, belastete die Märkte. Kupfer fiel bis auf $6.075. Mittlerweile hat sich der Kupfermarkt aber wieder erholt. Die Nachricht, dass China gegenwärtig US-Produkte (Sojabohnen!) abnimmt, lässt die Hoffnung zu, dass doch noch eine Einigung im Handelskonflikt gefunden werden könnte. Zumal sich Donald Trump nun gesprächsbereit zeigt, wenn es eine Einigung erfordern sollte. Von dieser Hoffnung, auf die dann wieder eine Enttäuschung folgt, lebt der Kupfermarkt aktuell und bewegt sich innerhalb einer grob gesteckten Range zwischen $6.000 und $6.400.  

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,1388 LOW: 1,1311 

 

In der Welt passiert viel, sehr viel: die Brexit-Unsicherheit hält ebenso an wie die ungelösten Probleme des italienischen Haushalts, die Gelben Westen halten Frankreich und zukünftig vielleicht auch den französischen Haushalt in Atem, die Wachstumsdynamik schwächelt im Euroraum, der Handelsstreit zwischen USA und China besteht fort usw. Die Bewegungen am Devisenmarkt fallen dafür allerdings erstaunlich verhalten aus. Der Euro hält sich seit längerem in der Spanne zwischen $1,1300 und $1,1400. Ob die EZB auf ihrer heutigen Sitzung den Euro aus dieser Spanne befreien wird, bleibt abzuwarten. Ein Ende des monatlichen Anleihenankaufprogramms gilt zwar als sicher. Andernfalls droht die statuierte Ankaufgrenze von 33% je Staatsanleihe gerissen zu werden. Doch weniger wird dieses Ende auf die robuste Konjunkturentwicklung zurückgeführt. Darum sind auch Zinserhöhungen oder Ankündigungen derselben seitens der EZB zu einem ohnehin expansiv wirkenden Ende des Anleihenankaufprogramms nicht zu erwarten. Wegen eines schwächeren Wachstumsmomentums agieren andere Zentralbanken wie die Fed bereits vorsichtiger; die EZB wird diesem Beispiel sicherlich folgen. In Summe wird dann der Euro von der Sitzung nicht profitieren können und voraussichtlich in der genannten Spanne verharren. 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)