Marktberichte

KUPFER

aktualisiert am: 05.12.2019 

 

Kupfer: HIGH: 5908,5 LOW: 5852,5 Close: 5883  

Widerstand: 5970/6008 Unterstützung: 5820/5800 Contango: -25,25  

 

Donald Trump bewegt aktuell die Märkte. Die noch zu Beginn der Woche ausgerufenen Strafzölle auf französische Waren wurden bereits am darauf folgenden Tag zurückgenommen. Ruhe kehrte damit aber nicht ein. Denn wieder lenkte der US-Präsident ein, dass es voraussichtlich nicht vor den US-Präsidentschaftswahlen, also im November 2020, zu einer Einigung mit China kommen wird. Die Hoffnung auf eine baldige Teileinigung, die in den letzten Tagen die Kurse getragen hat, verblasste und die Kupfernotierungen gaben gestern bis auf $5.810,50 nach. Mittlerweile hat sich Kupfer aber wieder erholen können. Donald Trump stimmt nun wieder seichtere Töne an und spricht von einem guten Verlauf der Handelsgespräche. Der Optimismus ist geweckt, Kupfer handelt aktuell abermals knapp unter $5.900. 

Donald Trump hat mit seinen letzten Äußerungen aber ein für ihn wichtiges Datum genannt: Die US-Präsidentschaftswahlen. Er strebt eine Wiederwahl an. Dafür wird er einiges in Bewegung setzen. Einen Verfall der Märkte, der womöglich das amerikanische Rentensystem ins Wanken bringen könnte, wird er tunlichst zu vermeiden wissen. Aus diesem Grunde sehen profilierte Marktbeobachter noch keinen Kursverfall. Hoffentlich spielt da China mit. 

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,1089 LOW: 1,1001  

 

Der Euro konnte gestern mit Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten aus der Privatwirtschaft fast bis auf $1,1100 zulegen. Laut dem privaten Dienstleister ADP sind im November nur 67.000 neue Stellen in der Privatwirtschaft geschaffen worden. Noch im Vormonat lag der Beschäftigungsaufbau bei 121.000 Stellen. Am Freitag folgt nun der offizielle US-Arbeitsmarktbericht, der mit dieser Vorlage mit größerer Spannung erwartet wird. Sollten diese Beschäftigungsdaten nicht überzeugen können, dürfte sich der Euro auf dem aktuellen Niveau stabilisieren.  

Aus der Eurozone selbst kommt allerdings weniger Unterstützung für die Gemeinschaftswährung. Heute Morgen wurde gemeldet, dass die Auftragseingänge der deutschen Industrie im Oktober im Monatsvergleich um -0,4% gefallen sind. Ganz überrascht dieses Konjunkturdatum nicht, auch wenn die Prognosen positiver ausfielen. Der Euro lässt sich auf alle Fälle davon nicht beirren. Weitaus tiefgreifender sind gegenwärtig die Pläne der EU. Ursula von der Leyen hat den Klimanotstand ausgerufen, richten soll es die EZB, die in ihr Ankaufprogramm ""grüne"" Aktien und Anleihen aufnehmen soll. Das scheinen die ersten Schritte bei der angekündigten Überprüfung der EZB-Strategie durch Christine Lagarde zu sein. Die EZB wird zum Erfüllungsgehilfen ohne Mandat durch die nationalen Parlamente. Die europäischen Verträge, die eine Staatsfinanzierung durch die EZB untersagen, werden damit ausgehebelt. Einer gemeinsamen Währung dürfte es in diesem Umfeld schwerfallen, weiter an Kraft zu gewinnen. 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)