Marktberichte

KUPFER

aktualisiert am: 21.03.2019 

 

Kupfer: HIGH: 6473 LOW: 6431 Close: 6457  

Widerstand: 6540 Unterstützung: 6370/6350 Contango: 26,50  

 

Die US-Notenbank hat auf ihrer gestrigen Sitzung die Zinserwartungen deutlich nach unten angepasst. Vorausgehend wurden US-Inflations- und Konjunkturentwicklungen zurückhaltender bewertet, so dass nun eine erneute Zinsanhebung nicht absehbar ist. Entsprechend wurden für 2019 die Marktprognosen korrigiert; in diesem Jahr wird mit keiner weiteren US-Zinsanhebung gerechnet. In einem niedrigeren Zinsumfeld können damit Investitionen angekurbelt oder auch alternative Anlagen zum Zinsinvest attraktiver werden. Metallnotierungen profitieren von dieser Entwicklung und legen heute Morgen zu. Bereits im gestrigen späten Handel erreichte Kupfer fast $6.500. Heute Morgen kratzt das rote Metall bereits an der starken Widerstandslinie bei $6.540. Der weitere Fortgang hängt vorerst von dieser Linie ab. Ein Überwinden dieser Marke könnte weitere Käufe und damit höhere Kurse nach sich ziehen. Allerdings scheinen sich gerade die Handelsspannungen wieder zu verschärfen, nachdem Donald Trump einem möglichen Verhandlungsergebnis vorgreift und erwägt, Importzölle auf chinesische Waren beizubehalten. Schärfere Töne vor einer Einigung könnten die Märkte abermals belasten. 

Kupfer (in US Dollar/Tonne)

DOLLAR / EURO

HIGH: 1,1448 LOW: 1,1333  

 

Nach der gestrigen US-Notenbanksitzung konnte der Euro wieder gewinnen und bewegt sich aktuell über $1,1400. Das Signal, in diesem Jahr keine weitere Zinserhöhung zu beschließen, sowie der Stopp des Bilanzabbaus im September ließ den Euro in die Höhe schnellen. Generell hätte der Markt davon nicht überrascht sein müssen. Denn bereits auf der Fed-Sitzung im Januar hatte sich diese geldpolitische Ausrichtung abgezeichnet. Dass der Markt dennoch an einer Zinsanhebung in diesem Jahr festgehalten hat, könnte an den stabilen US-Konjunkturzahlen im Vergleich zu Zahlen anderer Volkswirtschaften liegen. Die Fed schien davon nicht überzeugt zu sein und reagierte auf eine schwächelnde Konjunktur. Zukünftige Veröffentlichungen von US-Konjunkturdaten gewinnen nun weiter an Bedeutung. 

EZB-Fixing (14:15 Uhr) (Dollar/Euro)